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Margarethe Preiß & "Kaffeehäusler" Berthold Hemmen Drucken
Freitag, 22. Oktober 2010, 20:30 - 23:30 von matti11 Aufrufe : 407

margrportr.klBei der Teilnahme an der OFFENEN BÜHNE FÜR LAIEN im Kaffeehaus fanden die Beiträge von Margarethe Preiß so großen Anklang, dass sie dort bald ein komplettes, viel umjubeltes Solokonzert vor vollem Haus aufführen konnte. Aber sie zieht es vor, zusammen mit Kollegen aufzutreten - so wie heute.

Die spätberufene Musikerin aus der Schule des vielseitigen Interpreten Robert Dawo, mit dem sie gelegentlich an selber Stelle agiert, interpretiert mit ihrer warmen und ausdruckvollen Stimme gefühlvolle Balladen deutscher Liedermacher wie Reinhard Mey, Klaus Hoffmann,  Hannes Wader, Mario Hene u.a. - und weiß, diese gekonnt mit lyrischen Texten zu verbinden.

 

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Berthold Hemmen, Pianist und heute ausnahmsweise auch mal wieder Vokalist, liebt wie seine Kollegin das Musizieren mit anderen („Inside Out", mit Freunden von „Chorwurm", mit „Fisherman" etc.). Nur wenn die Location stimmt und sich verzauberbare Seelen einfinden, greift der Mitbetreiber des „Kaffeehauses" auch schon mal als Solist in die Liederkiste, um den ehrwürdigen Werken renommierter Chansonniers, die ihm besonders am Herzen liegen, seine persönliche Note zu verleihen. Eine solche Spielstätte ist für ihn die „Gudd Stubb" des Kaffeehauses.

Mit einer Auswahl der liebenswertesten Chansons von Mey, Hoffmann und Wartke wird B. Hemmen beim heutigen Konzert aus der Seele sprechen lassen.

Die Interpretationen von Margarete Preiß und Berthold Hemmen (vielleicht das ein oder andere auch im Duett) sind weniger traurig als hoffnungsvoll, weniger plakativ düster als subtil komisch; doch auch die reine Nostalgie bekommt ihren Raum, wenn die gereiften „Musikmenschen" nach sentimentalen Übereinstimmungen in den Herzen des Publikums fischen; dann reiht man bewusst die hohe Kunst hinter jenen Erinnerungen ein, die oftmals nur allzu gern als die „besseren Zeiten" verspottet werden! Und bald wird spürbar, dass diese Erinnerung ein vorzügliches Instrument ist, um den Krankheiten der Gegenwart zu Leibe zu rücken. 

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